Die Rechnung nimmt eine gleichbleibende Ladeleistung an. Das stimmt an Steckdose und Wallbox gut. Am Schnelllader schwankt die Leistung – dort ist das Ergebnis ein Richtwert.
Die Formel
Ladedauer = Akkugröße × (Ziel − Start) ÷ (Ladeleistung × (1 − Ladeverlust))
Beispiel: Ein Akku mit 60 kWh soll von 20 auf 80 % – das sind 36 kWh. An einer 11-kW-Wallbox mit 10 % Ladeverlust dauert das 3 h 38 min. Bezahlt werden 40 kWh, weil ein Teil des Stroms als Wärme verloren geht: bei 35 Cent je kWh sind das 14,00 €.
Ein Auto, sieben Ladepunkte
Beispielauto: 60 kWh Akku, Bordlader 11 kW dreiphasig, 150 kW am Schnelllader, 18 kWh je 100 km. Geladen wird von 20 auf 80 %.
| Ladepunkt | Leistung am Auto | 20 → 80 % | Reichweite je Ladestunde |
|---|---|---|---|
| Haushaltssteckdose (2,3 kW) | 2,3 kW | 18 h 25 min | 11 km |
| Wallbox 3,7 kW (einphasig) | 3,7 kW | 10 h 52 min | 18 km |
| Wallbox 11 kW | 11,0 kW | 3 h 38 min | 55 km |
| Wallbox 22 kW | 11,0 kW | 3 h 38 min | 55 km |
| Schnelllader 50 kW | 50,0 kW | 45 min | 264 km |
| Schnelllader 150 kW | 97,5 kW | 23 min | 515 km |
| Schnelllader 300 kW | 97,5 kW | 23 min | 515 km |
Schnelllader gerechnet mit 65 % der Höchstleistung im Mittel (Richtwert, Bandbreite 50 bis 80 %). Ladeverluste als Richtwerte: Steckdose 15 %, Wallbox 10 %, Schnelllader 5 %. Mehr im Vergleich der Ladearten.
Drei Dinge, die die Ladezeit bestimmen
- Der Bordlader, nicht die Wallbox. An Wechselstrom entscheidet das Ladegerät im Auto. Kann es 11 kW, lädt es auch an einer 22-kW-Wallbox mit 11 kW. Ein einphasiger Bordlader holt aus einer 11-kW-Wallbox nur 3,7 kW.
- Die Ladekurve am Schnelllader. Die Höchstleistung aus dem Prospekt liegt nur kurz an. Je voller der Akku, desto langsamer – über 80 % lohnt das Warten selten.
- Die Ladeverluste. Du bezahlst mehr Strom, als im Akku ankommt. An der Steckdose ist der Anteil am größten, weil die Bordelektronik über viele Stunden mitläuft.
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