Gerechnet mit 10 % Ladeverlust an der Wallbox und 15 % an der Steckdose (Richtwerte).
Die Formeln
Ersparnis im Jahr = Kilometer ÷ 100 × Verbrauch ÷ (1 − Ladeverlust) × Anteil zu Hause × (Preis öffentlich − Preis zu Hause)
Amortisation = Kosten für Wallbox und Installation ÷ Ersparnis im Jahr
Beispiel: 12.000 km im Jahr, 18 kWh je 100 km, 80 % davon künftig zu Hause für 35 Cent statt öffentlich für 55 Cent. Das spart 384 € im Jahr. Kosten Wallbox und Installation zusammen 1.500 €, ist das nach 3,9 Jahren wieder drin.
Wallbox gegen Steckdose: ehrlich gerechnet
Wer schon zu Hause an der Steckdose lädt, zahlt denselben Strompreis. Die Wallbox spart dann nur über die geringeren Ladeverluste: im Beispiel 40 € im Jahr. Damit bezahlt sie sich in 38 Jahren – also praktisch nie.
Die Gründe für die Wallbox sind hier andere:
- Zeit: 40 km am Tag sind 7,2 kWh. Die lädt die Steckdose in 3 h 41 min nach, die 11-kW-Wallbox in 44 min. Für einen leeren 60-kWh-Akku braucht die Steckdose 30 h 41 min.
- Sicherheit: Eine Haushaltssteckdose ist nicht für viele Stunden volle Last an jedem Tag gebaut. Kontakte und Leitungen können heiß werden, vor allem in älteren Häusern.
- Solarstrom und günstige Tarife: Nur mit ausreichend Leistung passt eine Ladung in die Sonnenstunden oder in ein günstiges Zeitfenster.
Tabelle: Amortisation nach Fahrleistung und Preisunterschied
Jahre, bis sich 1.500 € für Wallbox und Installation bezahlt haben – bei 18 kWh je 100 km und 80 % Laden zu Hause. Spalten: wie viel teurer die Kilowattstunde öffentlich ist.
| Fahrleistung im Jahr | +10 Cent | +20 Cent | +30 Cent | +40 Cent |
|---|---|---|---|---|
| 5.000 km | 18,8 Jahre | 9,4 Jahre | 6,3 Jahre | 4,7 Jahre |
| 10.000 km | 9,4 Jahre | 4,7 Jahre | 3,1 Jahre | 2,3 Jahre |
| 15.000 km | 6,3 Jahre | 3,1 Jahre | 2,1 Jahre | 1,6 Jahre |
| 20.000 km | 4,7 Jahre | 2,3 Jahre | 1,6 Jahre | 1,2 Jahre |
| 30.000 km | 3,1 Jahre | 1,6 Jahre | 1,0 Jahre | 0,8 Jahre |
1.500 € sind ein Beispielwert, keine Preisangabe. Die Installation hängt von Leitungsweg, Zählerschrank und Erdarbeiten ab – hol dir ein Angebot vor Ort.
Wann sich eine Wallbox nicht lohnt
- Du fährst wenig und lädst ohnehin günstig beim Arbeitgeber oder am Supermarkt.
- Du wohnst zur Miete und ziehst bald um. Mieter haben zwar einen Anspruch darauf, dass der Vermieter den Einbau erlaubt – die Kosten trägst du aber selbst.
- Der Weg vom Zählerschrank zum Stellplatz ist lang oder der Hausanschluss zu schwach. Dann kostet die Installation ein Vielfaches des Geräts.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Passend dazu
Die folgenden Verweise sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt für dich gleich. Auf die Berechnungen haben sie keinen Einfluss.
Wallboxen mit 11 kW
Die übliche Größe fürs Eigenheim. Den Anschluss macht eine Elektrofachkraft – das Gerät allein ist nur ein Teil der Kosten.
Mobile Ladegeräte
Laden an der roten CEE-Steckdose oder unterwegs. Achte auf die passenden Adapter und die einstellbare Stromstärke.
Kabelhalter und Wandhalterungen
Das Kabel hängt trocken und liegt nicht auf dem Boden.