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Mobiles Klimagerät: Was ein Monoblock wirklich leistet

Mobile Klimageräte stellst du ohne Handwerker und ohne Wanddurchbruch auf. Die verbreitete Bauart mit einem Abluftschlauch hat aber einen Konstruktionsnachteil, den kein Datenblatt groß herausstellt.

Das Problem mit dem einen Schlauch

Ein Klimagerät schafft Wärme nicht weg, es trägt sie nach draußen. Der Monoblock nimmt dafür Luft aus dem Raum, heizt sie mit der Abwärme auf und bläst sie durch den Schlauch hinaus. Was hinausgeht, muss hereinkommen: durch Türspalten, Fugen und das abgedichtete Fenster strömt warme Luft nach.

Wie viel Kühlleistung das kostet, lässt sich rechnen: Abluft je Stunde × 0,34 × Temperaturunterschied. Bei 300 m³ je Stunde (Beispielwert), 32 °C draußen und 26 °C drinnen sind das 612 Watt.

Was im Raum ankommt

Ein Gerät mit 9.000 BTU je Stunde hat 2.638 Watt Nennkühlleistung. Zieht man 612 Watt ab, bleiben rund 2.026 Watt – 77 % der Angabe. Für einen Raum mit 20 m² und 2.000 Watt Kühllast reicht das im Beispiel gerade so; an einem Tag mit 36 °C sind es 1.618 Watt und es reicht nicht mehr. Je heißer es draußen ist, desto größer der Verlust: Der Monoblock ist ausgerechnet dann am schwächsten, wenn du ihn am meisten brauchst.

Die Abluftmenge nennen Hersteller selten. 300 m³ je Stunde ist ein Beispielwert zum Rechnen, kein Messwert eines Geräts. Kommt die Luft aus einem kühleren Flur nach statt von draußen, ist der Verlust kleiner. Die Feuchte der nachströmenden Luft ist nicht eingerechnet – sie kostet zusätzlich.

Was du daraus machst

Was es kostet

Bei 2.638 Watt Kühlleistung und EER 2,6 (Beispielwert) zieht das Gerät 1.015 Watt. Das sind bei 35 Cent je kWh 0,36 € je Stunde und 2,13 € für 6 Stunden. Den Tank mit Kondenswasser leerst du je nach Gerät selbst.

Wann sich der Kauf nicht lohnt

Strom und Geräte: Für Aufstellung, Abstände, Reinigung und Betrieb gilt die Anleitung des Herstellers. Geräte mit hoher Leistung gehören direkt in eine Wandsteckdose, nicht an eine Mehrfachsteckdose. Kondenswasser aus Entfeuchter und Klimagerät ist kein Trinkwasser. Splitgeräte enthalten Kältemittel im offenen Kreislauf: Einbau und Inbetriebnahme sind Sache eines zertifizierten Fachbetriebs.

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