Checkliste Hygrometer
- Erst messen, dann kaufen. Ein Hygrometer ist das kleinste Gerät auf dieser Seite und sagt dir, ob du überhaupt ein Problem hast. Miss eine Woche lang morgens und abends.
- Genauigkeit zählt. Zeigt das Gerät fünf Prozentpunkte zu wenig an, liegt der Taupunkt bei 20 °C in Wahrheit 1,4 Grad höher (10,7 °C statt 9,3 °C). Achte auf die Angabe der Messabweichung in den Herstellerdaten.
- Richtig aufstellen. Nicht in die Sonne, nicht über die Heizung, nicht direkt an die Außenwand. Für die Wand selbst brauchst du die Oberflächentemperatur – ein Infrarot-Thermometer misst sie.
- Ein zweites für draußen oder den Keller. Ob Lüften hilft, entscheidet der Vergleich von drinnen und draußen. Zum Lüften-Rechner.
Checkliste Luftentfeuchter
- Nennleistung umrechnen. Die Literzahl gilt meist für 30 °C und 80 %. Im Wohnraum bleiben als Richtwert 40 %, im kühlen Keller 25 %. Für 1,9 Liter Feuchte am Tag und 12 Stunden Laufzeit brauchst du im Wohnraum rund 9 Liter Nennleistung. Zum Rechner.
- Bauart nach Raumtemperatur. Kompressorgeräte für beheizte Räume. Für Räume unter etwa 15 °C ein Adsorptionsgerät – oder ein Kompressorgerät, dessen Hersteller eine Leistung für diese Temperatur nennt.
- Leistungstabelle verlangen. Seriöse Datenblätter nennen die Entfeuchtung bei mehreren Temperaturen. Steht nur ein Wert da, ist es der beste.
- Hygrostat. Das Gerät soll bei erreichter Feuchte abschalten. Ohne Hygrostat läuft es durch, trocknet zu weit und verbraucht unnötig Strom.
- Tank oder Schlauch. Bei 1,9 Litern am Tag ist ein Tank mit 2 Litern nach rund 13 Stunden voll, dann schaltet das Gerät ab. Für Keller und Dauerbetrieb zählt ein Schlauchanschluss mit Ablauf.
- Leistungsaufnahme. 300 Watt über 12 Stunden kosten bei 35 Cent je kWh 1,26 € am Tag. Mit deinen Werten rechnen.
- Lautstärke. Die Angabe in Dezibel steht im Datenblatt. Im Schlafzimmer zählt sie mehr als jeder Liter.
- Abwärme einplanen. Das Gerät gibt Strom und Kondensationswärme an den Raum ab – im Winter willkommen, im Sommer lästig.
Checkliste Klimagerät
- Kühllast rechnen, nicht raten. 20 m² normaler Wohnraum brauchen rund 2.000 W (6.800 BTU/h), unter dem Dach 2.400 W (8.200 BTU/h). Zum Rechner.
- Bauart vor Leistung. Ein Gerät mit einem Abluftschlauch verliert bei 32 °C draußen und 300 m³ Abluft je Stunde (Beispielwert) rund 612 W. Zwei Schläuche oder ein Splitgerät vermeiden das. Zum Vergleich.
- Fenster abdichten. Ein gekipptes Fenster mit lose hängendem Schlauch lässt die Wärme sofort zurück. Die Abdichtung muss zu deiner Fensterart passen (Dreh-Kipp, Dachfenster, Schiebefenster).
- Effizienz vom Energielabel. Der EER sagt, wie viel Kühlleistung je Watt Strom herauskommt. Bei 2.000 W Kühllast macht der Unterschied zwischen EER 2,6 und 3,5 je Stunde 7 Cent aus.
- Nicht zu groß. Ein stark überdimensioniertes Gerät ohne geregelten Verdichter schaltet ständig ein und aus und entfeuchtet schlechter.
- Lautstärke. Bei mobilen Geräten sitzt der Verdichter im Raum. Die Dezibel-Angabe steht auf dem Energielabel.
- Kondenswasser. Klär, ob das Gerät das Wasser selbst verdunstet, einen Tank hat oder einen Ablauf braucht.
- Splitgerät: erst fragen. Außengerät und Wanddurchbruch brauchen in der Mietwohnung die Zustimmung des Vermieters, im Mehrfamilienhaus die der Eigentümergemeinschaft. Den Einbau macht ein zertifizierter Fachbetrieb.
Wann du besser nicht kaufst
- Einen Luftentfeuchter gegen eine nasse Wand, bevor die Ursache geklärt ist.
- Einen Luftentfeuchter für einen Wohnraum, den du im Winter problemlos stoßlüften kannst – das kostet je Liter Wasser nur einen Bruchteil.
- Ein Kompressorgerät für den unbeheizten Keller, wenn der Hersteller keine Leistung für niedrige Temperaturen nennt.
- Ein mobiles Klimagerät für ein Dachgeschoss ohne Verschattung der Fenster: Erst der Sonnenschutz, dann das Gerät.
- Ein Klimagerät für wenige heiße Tage im Jahr, wenn Verschatten und nächtliches Lüften reichen.
Hygrometer, Entfeuchter und Klimageräte ansehen
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Thermo-Hygrometer
Zeigt Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit – die zwei Zahlen, die jeder Rechner hier braucht. Sinnvoll in jedem Raum, der dir Sorgen macht.
Infrarot-Thermometer
Misst die Temperatur an Wand, Ecke und Fensterlaibung. Damit rechnest du aus, wie feucht es dort wirklich ist.
Luftentfeuchter mit Kompressor
Für beheizte Räume. Rechne vorher die nötige Nennleistung aus und achte auf Hygrostat und Schlauchanschluss.
Adsorptions-Luftentfeuchter
Für kühle Räume wie Keller oder Garage, in denen Kompressorgeräte kaum noch etwas schaffen.
Mobile Klimageräte
Rechne vorher die Kühllast aus. Die Angabe in BTU je Stunde oder Kilowatt muss zum Raum passen – mit Reserve bei nur einem Abluftschlauch.
Fensterabdichtungen für Abluftschläuche
Ohne Abdichtung strömt die warme Luft durch das gekippte Fenster gleich wieder herein.