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Lüften-Rechner: Trocknet Lüften gerade – oder macht es feuchter?

Ob Lüften Feuchte hinausträgt, entscheidet nicht die Prozentzahl draußen, sondern die absolute Feuchte. Trag die Werte von drinnen und draußen ein – der Rechner zeigt, was ein Luftwechsel bringt und was er an Wärme kostet.

Symbolbild, mit KI erzeugt
Beispielwert – dein Preis steht auf der Abrechnung.
–absolute Feuchte drinnen
–absolute Feuchte draußen
–so feucht ist Außenluft bei Raumtemperatur
–Wasser je Luftwechsel (− hinaus, + herein)
–Wärmeverlust je Luftwechsel

Die Außenwerte liefert ein zweites Hygrometer im Schatten oder die Wetter-App. „Ein Luftwechsel“ heißt: Die ganze Raumluft ist einmal ausgetauscht – bei weit offenem Fenster dauert das im Winter wenige Minuten, bei gekipptem Fenster sehr viel länger.

Drinnen und draußen messen

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Warum kalte, nasse Luft trotzdem trocknet

Luft bei 0 °C und 80 % klingt feucht. Sie enthält aber nur 3,9 g Wasser je Kubikmeter. Wird sie im Raum auf 20 °C erwärmt, hat sie noch 21 % relative Feuchte. Deine Raumluft mit 20 °C und 60 % enthält 10,3 g je Kubikmeter. Ein vollständiger Luftwechsel in einem Raum mit 50 m³ trägt also bis zu 337 g Wasser hinaus.

Die Wärme, die dabei mit der Luft verschwindet, ist klein: 50 m³ × 0,34 Wh × 20 Grad = 340 Wh. Bei 12 Cent je Kilowattstunde Heizwärme (Beispielwert) sind das 4,1 Cent. Teuer wird Lüften erst, wenn das Fenster so lange offen steht, dass Wände und Möbel auskühlen – deshalb kurz und weit statt lang und gekippt.

Tabelle: Was aus Außenluft wird, wenn sie auf 20 °C kommt

Liegt die Zahl unter deiner Raumfeuchte, trocknet Lüften. Liegt sie darüber, macht es feuchter.

AußentemperaturSättigungbei 60 % draußenbei 80 % draußenbei 100 % draußen (Nebel, Regen)
−10 °C2,4 g/m³7 %10 %12 %
−5 °C3,4 g/m³11 %14 %18 %
0 °C4,8 g/m³16 %21 %26 %
5 °C6,8 g/m³22 %30 %37 %
10 °C9,4 g/m³32 %42 %53 %
15 °C12,8 g/m³44 %58 %73 %
20 °C17,2 g/m³60 %80 %100 %

Spalte 2: Wasser, das Luft bei dieser Temperatur höchstens tragen kann. Spalten 3 bis 5: relative Feuchte der Außenluft, nachdem sie auf 20 °C gebracht ist.

Der Sonderfall: kühle Räume im Sommer

Im Sommer dreht sich die Rechnung um. Luft mit 28 °C und 60 % enthält 16,3 g Wasser je Kubikmeter. In einem Keller mit 16 °C kann Luft aber nur 13,6 g tragen. Lüftest du tagsüber, schlägt sich der Überschuss an Wand und Boden nieder: bis zu 168 g je Luftwechsel in einem Raum mit 50 m³. Lüfte den Keller im Sommer deshalb nur, wenn die Außenluft trockener ist als die Kellerluft – meist nachts oder am frühen Morgen. Der Rechner oben zeigt es dir.

Grenzen

Die Rechner stellen keinen Schimmel fest. Sie zeigen, wann die Bedingungen dafür günstig werden. Bei sichtbarem Befall, der größer ist oder wiederkommt, bei nassen Wänden, muffigem Geruch ohne erkennbare Ursache oder gesundheitlichen Beschwerden gehören Fachleute ins Haus (Bausachverständige, Fachbetrieb) – bei Beschwerden eine Ärztin oder ein Arzt. Diese Seiten sind keine Gesundheits- und keine Rechtsberatung.

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