Kurz gesagt: Bei einer Lufttemperatur von 20 Grad hängt der Taupunkt von der relativen Luftfeuchtigkeit ab. Bei einer typischen Wohnraumfeuchte von 50 Prozent liegt der Taupunkt bei genau 9,3 Grad Celsius. Bei einer höheren Feuchtigkeit von 60 Prozent steigt er auf 12,0 Grad Celsius an.
Die genauen Taupunkt-Werte bei 20 Grad
Die Lufttemperatur allein bestimmt den Taupunkt nicht. Ausschlaggebend ist das Zusammenspiel mit der relativen Luftfeuchtigkeit. Je mehr Wasserdampf sich bereits in der Luft befindet, desto schneller ist der Sättigungsgrad von 100 Prozent erreicht, wenn die Temperatur sinkt.
Die genauen Werte für eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius zeigen diese Abhängigkeit deutlich: Bei einer sehr trockenen Raumluft von 30 Prozent relative Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 1,9 Grad Celsius. Steigt die Feuchtigkeit auf 40 Prozent, beträgt der Taupunkt 6,0 Grad Celsius.
Im mittleren Bereich, der für Wohnräume typisch ist, verändern sich die Werte weiter. Bei 50 Prozent relative Feuchte liegt der Taupunkt bei 9,3 Grad Celsius. Bei 60 Prozent relative Feuchte steigt er auf 12,0 Grad Celsius an. Bei einer hohen Raumfeuchte von 70 Prozent liegt der Taupunkt bereits bei 14,4 Grad Celsius. Bei extrem feuchten 80 Prozent liegt er bei 16,4 Grad Celsius und bei 90 Prozent erreicht er 18,3 Grad Celsius.
Wassermenge und Sättigung der Luft
Warme Luft kann deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius liegt die maximale Sättigungsgrenze bei genau 17,2 Gramm Wasser je Kubikmeter Luft. Wenn diese Menge erreicht ist, beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent.
Hast du in deiner Wohnung bei 20 Grad eine relative Luftfeuchte von 50 Prozent, dann enthält jeder Kubikmeter Luft genau 8,6 Gramm Wasser. Die Luft ist in diesem Zustand also nur zur Hälfte mit der maximal möglichen Wassermenge gefüllt. Kühlt sich diese Luft nun an einer kalten Wandoberfläche oder einer Fensterscheibe auf 9,3 Grad Celsius ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit an dieser Stelle auf 100 Prozent. Das Wasser verflüssigt sich und schlägt sich als Kondensat nieder.
Schimmelgefahr droht lange vor dem Taupunkt
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Wände erst nass sein müssen, damit Schimmel wachsen kann. Für das Wachstum von Schimmelpilzen müssen keine Wassertropfen an der Wand herunterlaufen. Es reicht völlig aus, wenn die relative Luftfeuchtigkeit direkt an einer Oberfläche über mehrere Tage hinweg bei etwa 80 Prozent oder darüber liegt.
Diese kritische Schimmelschwelle wird weit vor dem eigentlichen Taupunkt erreicht. Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent liegt der Taupunkt zwar bei 9,3 Grad Celsius, die Schimmelgrenze wird jedoch bereits bei einer Oberflächentemperatur von 12,6 Grad Celsius überschritten. Das sind 3,4 Grad über dem Taupunkt. Bei einer Raumfeuchte von 60 Prozent liegt diese Gefahrenschwelle sogar schon bei 15,4 Grad Celsius.
Oberflächentemperatur richtig messen
Um herauszufinden, ob an deinen Wänden Schimmelgefahr besteht, musst du die Temperatur direkt an der Wandoberfläche kennen. Die Lufttemperatur in der Mitte des Raumes hilft dir hierbei nicht weiter. Am besten nutzt du ein Infrarot-Thermometer, um die kältesten Stellen im Raum zu finden.
Besonders anfällig sind sogenannte Wärmebrücken. Dazu gehören Außenecken, Fensterlaibungen, Deckenanschlüsse oder Rollladenkästen. Auch hinter großen Möbelstücken, die dicht an einer Außenwand stehen, ist die Wand oft deutlich kälter, da die warme Raumluft dort nicht richtig zirkulieren kann. Miss diese Stellen am besten früh am Morgen, wenn es draußen am kältesten ist.
Wann Fachleute nötig sind
Die Berechnungen und Tabellen zum Taupunkt helfen dir dabei, die Bedingungen in deinen Räumen besser zu verstehen und das Risiko für Feuchtigkeitsschäden einzuschätzen. Sie sind jedoch kein Ersatz für eine fachliche Untersuchung vor Ort.
Wenn du bereits sichtbaren Schimmelbefall in der Wohnung hast, der groß ist oder immer wiederkehrt, solltest du handeln. Das gilt auch bei dauerhaft nassen Wänden, einem muffigen Geruch ohne erkennbare Ursache oder wenn gesundheitliche Beschwerden auftreten. In diesen Fällen gehören Fachleute wie Bausachverständige oder ein Fachbetrieb ins Haus. Bei gesundheitlichen Beschwerden solltest du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Selbst nachrechnen
Dieser Beitrag wurde am 6.10.2026 mit KI erstellt und automatisch gegen die Angaben dieser Themenwelt geprüft. Ein Mensch hat ihn nicht einzeln geprüft. Er ersetzt keine Beratung durch Fachleute und keine Angaben des Herstellers.
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