Kurz gesagt: Die Kosten für eine Ladung hängen stark vom Ladeort ab. Für ein Beispielauto mit 60-kWh-Akku kostet eine Ladung von 20 auf 80 Prozent zu Hause bei 35 Cent je Kilowattstunde 14,00 Euro, während am Schnelllader bei 65 Cent je Kilowattstunde dafür 24,63 Euro fällig werden. Auf 100 Kilometer bezahlst du bei einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden zu Hause 7,00 Euro und am Schnelllader 12,32 Euro.
Der Ladeort bestimmt den Preis
Wo du dein E-Auto lädst, entscheidet über die Kosten der Fahrt. Am günstigsten ist das Laden in der Regel zu Hause an der eigenen Wallbox oder beim Arbeitgeber. Bei einem angenommenen Hausstrompreis von 35 Cent je Kilowattstunde kostet die Fahrt mit einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden je 100 Kilometer und 10 Prozent Ladeverlust genau 7,00 Euro.
An öffentlichen Ladesäulen mit Wechselstrom steigen die Kosten. Bei einem Beispielpreis von 55 Cent je Kilowattstunde zahlst du für dieselbe Strecke bereits 11,00 Euro. Noch teurer ist das schnelle Laden mit Gleichstrom an der Autobahn. Bei einem Schnellladepreis von 65 Cent je Kilowattstunde und 5 Prozent Ladeverlust kostet die Strecke von 100 Kilometern 12,32 Euro. Der Ladeort beeinflusst die Kosten somit stärker als das Auto selbst.
Ladeverluste: Du bezahlst mehr als im Akku ankommt
Beim Laden fließt nicht der gesamte Strom, den du bezahlst, direkt in den Akku. Ein Teil der Energie geht als Wärme im Bordladegerät, im Kabel und im Akku verloren. Zudem läuft während des gesamten Ladevorgangs die Bordelektronik des Autos mit, was zusätzlichen Strom verbraucht.
Diese Ladeverluste sind je nach Ladepunkt unterschiedlich hoch. Als Richtwert verliert eine Haushaltssteckdose etwa 15 Prozent der Energie, da der Ladevorgang hier sehr lange dauert und die Elektronik über viele Stunden aktiv bleibt. An einer Wallbox liegt der Verlust bei rund 10 Prozent, während er am Schnelllader mit etwa 5 Prozent am geringsten ausfällt. Für eine Ladung von 20 auf 80 Prozent bei einem 60-kWh-Akku bezahlst du an einer Wallbox somit 40 Kilowattstunden, obwohl nur 36 Kilowattstunden im Akku ankommen.
E-Auto oder Verbrenner: Der Kostenvergleich
Ob das E-Auto beim Fahren günstiger ist als ein Benziner oder Diesel, hängt fast nur vom Strompreis ab. Ein Benziner mit einem Verbrauch von 7,0 Litern je 100 Kilometer kostet bei einem Kraftstoffpreis von 1,75 Euro je Liter insgesamt 12,25 Euro auf 100 Kilometern. Das E-Auto ist im Vergleich dazu mit 7,00 Euro zu Hause deutlich günstiger. Bei 12.000 Kilometern im Jahr sparst du so 630 Euro.
Dieser Vorteil kippt jedoch, wenn du ausschließlich teuren Schnellladestrom nutzt. Bei 65 Cent je Kilowattstunde kostet die Fahrt mit dem E-Auto 12,32 Euro je 100 Kilometer. Das ist sogar etwas teurer als ein Diesel mit 5,5 Litern Verbrauch bei 1,65 Euro je Liter, der auf derselben Strecke 9,07 Euro kostet. Wer weder zu Hause noch beim Arbeitgeber laden kann und nur schnelllädt, fährt über die Energiekosten oft nicht günstiger.
Wann lohnt sich eine eigene Wallbox?
Eine eigene Wallbox für zu Hause spart Geld, wenn sie das teurere öffentliche Laden ersetzt. Kostet der Strom zu Hause 35 Cent und öffentlich 55 Cent, sparst du bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern im Jahr und einem Heimlade-Anteil von 80 Prozent rund 384 Euro jährlich. Bei beispielhaften Anschaffungs- und Installationskosten von 1.500 Euro hat sich die Wallbox nach 3,9 Jahren amortisiert.
Wer bereits zu Hause an der Steckdose lädt, spart durch eine Wallbox finanziell kaum. Da der Strompreis an beiden Anschlüssen gleich ist, ergibt sich die Ersparnis nur aus den geringeren Ladeverluste der Wallbox gegenüber der Steckdose. Im Beispiel sind das nur 40 Euro im Jahr, wodurch sich die Wallbox erst nach 38 Jahren abbezahlt. Die Anschaffung lohnt sich in diesem Fall eher aus Gründen der Sicherheit, da Steckdosen nicht für dauerhafte Volllast ausgelegt sind, sowie wegen der deutlich kürzeren Ladezeit.
Sicherheit und Technik beim Laden
Strom ist kein Bastelthema. Das Laden an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose sollte nur eine Notlösung sein. Nutze dafür ausschließlich das Originalladegerät des Fahrzeugherstellers und niemals Verlängerungskabel oder Kabeltrommeln. Lass die Steckdose und die Zuleitung vor der ersten Nutzung unbedingt von einer Elektrofachkraft prüfen, um eine Überhitzung zu vermeiden.
Auch die Installation einer Wallbox darf nur durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen. Diese prüft die Absicherung, den Leitungsweg sowie den integrierten Fehlerstromschutz und meldet das Gerät beim Netzbetreiber an. Wallboxen bis 11 kW müssen lediglich angemeldet werden, während Geräte mit 22 kW vorab eine Genehmigung des Netzbetreibers benötigen.
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Dieser Beitrag wurde am 6.10.2026 mit KI erstellt und automatisch gegen die Angaben dieser Themenwelt geprüft. Ein Mensch hat ihn nicht einzeln geprüft. Er ersetzt keine Beratung durch Fachleute und keine Angaben des Herstellers.
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